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Bayern, Maximilian II. Kronprinz, später König von

Geboren: München, 28.11.1811
Gestorben: München, 10.03.1864
Konfession:katholisch
Gruppe:Prinzen des Königlichen Hauses
Maximilian II. Kronprinz, später König von Bayern

Gemälde, Künstler: Joseph Bernhardt

Mitgliedschaft im Bayer. Parlament:
  • Kammer der Reichsräte: 1829-1848

Biogramm:
  • 1829 Studium in Göttingen bei Dahlmann
  • 1832 Studium in Berlin bei von Ranke und von Raumer
  • 1848-1864 König von Bayern
  • Maximilian bestieg nach der Märzrevolution von 1848 den bayerischen Thron. Sein Vater Ludwig I. hatte dem Volk bedeutende Reformen zugesichert, die Max jetzt umzusetzen hatte. So wurde die Macht des Landtags gestärkt, u.a. durch die Verantwortlichkeit der Minister vor dem Parlament. Die Einflussmöglichkeiten des Monarchen waren, sehr zum Leidwesen von Max II., deutlich geringer geworden
  • Zu den Reformen unter Maximilian II. gehörten auch:
  • - Einführung der Pressefreiheit
  • - Strafverfahren wurden öffentlich und mündlich
  • - Aufhebung der grundherrlichen Gerichtsbarkeit
  • Max bemühte sich darum Gelehrte aus allen Teilen Deutschlands an seinen Hof in München zu holen (u.a. P.Heyse, J.v.Jolly, M.v. Pettenkofer). Unter seiner Herrschaft sollte Bayern zum kulturellen und wissenschaftlichen Mittelpunkt des Dritten Deutschland werden, was ihm auch gelang; die politische Führungsrolle Bayerns, die Maximilian so zu erreichen suchte, blieb jedoch ein frommer Wunsch
  • 1855 Gründung des bayerischen Nationalmuseums und der historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Stifung des Maximilianeums für begabte Schulabsolventen
  • Bau der nach ihm benannten Maximiliansstraße in München
  • Die Lösung der sozialen Frage war eines der erklärten Ziele der Politik Maximilians II. Seine Pläne scheiterten jedoch an der Undurchführbarkeit oder auch am Widerstand des Landtags. Deswegen engagiert er sich persönlich für die sozialen Unterschichten: durch Gründung von Unterstützungsvereinen, durch Gründung einer Frauengebäranstalt oder auch im Kampf gegen die Kinderarbeit
GND: 118579347
Literatur/Quellen:
  • Merz, Max II.

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