| Biogramm: |
- 1942 Abitur in Tschenstochau
- Sein Vater Szlomo und sein Bruder Pinchas wurden von der SS erschossen, seine Mutter und seine Schwestern in Auschwitz vergast
- 1942 in einem Nebenlager des KZ Groß-Rosen im niederschlesischen Langenbielau inhaftiert, dort am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit
- Kam als "Displaced Person" in ein Auffanglager in Landsberg a.Lech
- Entschied sich bewusst dafür, Deutschland nicht zu verlassen und im Land der Täter zu bleiben: "Ich musste hier in diesem Land unsere jüdische Kontinuität wahren, anknüpfen an die Zeit vor der Katastrophe"
- Nach einer Erholungsphase Aufnahme der Studien der Zahn- und Humanmedizin
- Während der Studienzeit Vorsitzender der Jüdischen Studentenverbindung München
- Werkstudent (Nachtwächter in den Lagerräumen der Hilfsorganisation UNRRA)
- Ab 1955 als Arzt tätig, 1961 Facharzt für Chirurgie, 1966-1987 (Pensionierung) Chefarzt eines städtischen Krankenhauses in München
- 1959-1971 Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München
- 1960-1990 Vorstandsmitglied der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
- 1960-1970 Mitglied des Verwaltungsrats des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1960-1971 Vizepräsident, ab 1971 Präsident des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
- 1981-1986 Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenhausgesellschaft Düsseldorf
- 1981 Begründer und Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition
- Ab 1990 Mitglied im Rundfunkrat
- Diss. (1): Über die Entlastungsbehandlung bei Paradentose, München 1950; Diss. (2): Über die Tuberkulose bei den Juden, München 1955; Die jüdischen Gemeinden in Bayern. Geschichte und Aufgabe, München 1975
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| GND: |
12248245X
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| Literatur/Quellen: |
- Schmöger, Helga (Bearb.), Der Bayerische Senat. Biographisch-statistisches Handbuch 1947-1997 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, 10), Düsseldorf 1998, S. 277 f.
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