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Snopkowski, Dr. Simon

Geboren: Myschkow (heute: Myszków/Polen) , 23.06.1925
Gestorben: München , 02.12.2001
Beruf(e)/Ämter: Arzt
Wohnort(e): München
Konfession: israelitisch
Gruppe: Religionsgemeinschaften
Dr. Simon Snopkowski
Dr. Simon Snopkowski
Fotografie
© Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Mitgliedschaft im Bayer. Parlament:
  • Senat: 09.02.1975-31.12.1975
  • 07.03.1996-31.12.1999
Ausschüsse:
  • Wirtschaftsausschuss (Senat): Mitglied 1975
  • Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik (Senat): Mitglied 1975
  • Wirtschaftsausschuss (Senat): Mitglied 1996/1999
  • Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik (Senat): Mitglied 1996/1999
Der Bayerische Senat (1947-1999)
Ausschüsse:
  • Wirtschaftsausschuss (Senat): Mitglied 1975
  • Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik (Senat): Mitglied 1975
  • Wirtschaftsausschuss (Senat): Mitglied 1996/1999
  • Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik (Senat): Mitglied 1996/1999

Biogramm:
  • 1942 Abitur in Tschenstochau
  • Sein Vater Szlomo und sein Bruder Pinchas wurden von der SS erschossen, seine Mutter und seine Schwestern in Auschwitz vergast
  • 1942 in einem Nebenlager des KZ Groß-Rosen im niederschlesischen Langenbielau inhaftiert, dort am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit
  • Kam als "Displaced Person" in ein Auffanglager in Landsberg a.Lech
  • Entschied sich bewusst dafür, Deutschland nicht zu verlassen und im Land der Täter zu bleiben: "Ich musste hier in diesem Land unsere jüdische Kontinuität wahren, anknüpfen an die Zeit vor der Katastrophe"
  • Nach einer Erholungsphase Aufnahme der Studien der Zahn- und Humanmedizin
  • Während der Studienzeit Vorsitzender der Jüdischen Studentenverbindung München
  • Werkstudent (Nachtwächter in den Lagerräumen der Hilfsorganisation UNRRA)
  • Ab 1955 als Arzt tätig, 1961 Facharzt für Chirurgie, 1966-1987 (Pensionierung) Chefarzt eines städtischen Krankenhauses in München
  • 1959-1971 Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München
  • 1960-1990 Vorstandsmitglied der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
  • 1960-1970 Mitglied des Verwaltungsrats des Zentralrats der Juden in Deutschland
  • 1960-1971 Vizepräsident, ab 1971 Präsident des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern
  • 1981-1986 Vorstandsmitglied der Deutschen Krankenhausgesellschaft Düsseldorf
  • 1981 Begründer und Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition
  • Ab 1990 Mitglied im Rundfunkrat
  • Diss. (1): Über die Entlastungsbehandlung bei Paradentose, München 1950; Diss. (2): Über die Tuberkulose bei den Juden, München 1955; Die jüdischen Gemeinden in Bayern. Geschichte und Aufgabe, München 1975
GND: 12248245X
Literatur/Quellen:
  • Schmöger, Helga (Bearb.), Der Bayerische Senat. Biographisch-statistisches Handbuch 1947-1997 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, 10), Düsseldorf 1998, S. 277 f.

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