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Spurensucher vor Ort

Die Geschichte vor der eigenen Haustür erforschen: Das war das Ziel von 30 Schülern/-innen des Donau-Gymnasiums Kelheim. Zwei Jahre lang betätigten sich die Gymnasiasten unter Leitung ihrer Lehrkräfte Michaela Mallmann und Christian Pöllath als „Spurensucher vor Ort“, so der Titel des W-Seminars. Die Arbeiten, die dabei entstanden, beleuchten die unterschiedlichsten Aspekte der Heimatgeschichte, von der Besiedlung der Region durch die Kelten bis hin zum Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals im 20. Jahrhundert. Der Fokus lag auf der Frage, wie sich die „große“ Geschichte in der Lokalgeschichte auswirkte. Folglich stand die Untersuchung der Alltagsgeschichte und der Geschichte „von unten“ im Mittelpunkt. Die Schüler/-innen arbeiteten bei ihren Recherchen eng mit externen Kooperationspartnern wie der Bavariathek und verschiedenen Archiven und Museen zusammen. Auch Zeitzeugeninterviews wurden für die Themen des 20. Jahrhunderts gewählt – und ermöglichten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch einen Dialog zwischen den Generationen.

Die Themen

  • Das Oppidum Manching: Aufstieg und Niedergang der Siedlung (Kerstin Matzat)
  • Befestigung und Verteidigung des Oppidums Alkimoennis Kelheim (Ralf Mengele)
  • Die römische Legion als Wirtschaftsfaktor in den Provinzen – aufgezeigt am Beispiel Eining (Lukas Müller)
  • Burgi rund um Kelheim und ihre Funktion für die Region (Johannes Reichl)
  • Die Ermordung Herzog Ludwigs des Kelheimers – eine Analyse: Tathergang – Tatverdächtigte – Tatmotive (Ramona Leikam)
  • Die Entstehung der Stadt Kelheim unter der Herrschaft der Wittelsbacher (Niklas Prücklmeier)
  • Aus der Geschichte des Heinrichturms in Bad Abbach (Philipp Großer)
  • Der Erasmusturm im Kelheim – Von der Entstehungsgeschichte 1335 als Wehrturm bis zum Ausbau zu einem Hotel 2011 (Max Kreitmaier)
  • Aventinus‘ kritische Sicht auf die Religionen seiner Zeit (Rebecca Breu)
  • Alltagsgeschichte im 17. Jahrhundert in Kelheim anhand der Aufzeichnungen des Schneiderarchivs im Weißen Brauhaus (Florian Dietl)
  • Das wahre Ende des umstrittenen Kelheimer Aufrührers Matthias Kraus (Michael Baumgartner)
  • Das Leben und Leiden des Infanteristen Josef Deifl auf dem Russlandfeldzug (Sarah Halloul)
  • Strukturelle und gesellschaftliche Änderungen Teugns ab 1817 (Felix Kürzl)
  • Der Militarismus im Kaiserreich aufgezeigt am Beispiel des Kelheimer Kaiserfestes im Jahr 1913 (Sebastian Piskurek)
  • Vier Brüder im Ersten Weltkrieg: Aus der Geschichte der Familie Blabl (Christoph Blabl)
  • Dichtung oder Wahrheit? Die Darstellung des Kriegsendes im Altmühlboten im November 1918 (Julian Todt)
  • Die Folgen des Ersten Weltkriegs für die Stadt Kelheim (Benedikt Brück)
  • Emil Ott – eine Kindheit unter dem Hakenkreuz? (Helena Hointza)
  • Eingliederung der Jugend in das NS-System mit Beispielen aus Kelheim (Marc Schlachtmeier)
  • Die Befreiungshalle zur Zeit des Nationalsozialismus (Lukas Wick)
  • Zeugen aus der NS-Zeit (Rodnay Horschig)
  • Kriegsgefangenschaft und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg des Zeitzeugen Emil Ott (Jenny Weber)
  • Das Leben des Gefangenen Jakob Haiblum im Außenlager Saal (Eva Hueber)
  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs in den Erlebnissen des Zeitzeugen Herbert Schmidt (Lisa Schmidt)
  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Bad Abbach in Zeitzeugenberichten (Michael Huber)
  • Die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg aufgezeigt am Beispiel der Zeitzeugin Anna Köglmeier (Adrian Wiedmann)
  • Entnazifizierung in Kelheim am Beispiel Alfred Bönisch (Thomas Walyschew)
  • Der Rhein-Main-Donau-Kanal und seine Gegner aufgezeigt am Beispiel Schellnecks (Theresa Krausenecker)
  • Der Rhein-Main-Donau-Kanal: Bau und Kritik am Beispiel Kelheim (Bernd Kathmann)
  • Entstehung, Entwicklung und Bedeutung von deutsch-französischen Städtepartnerschaften am Beispiel von Bad Abbach und Charbonnières-les-Bains (Olivia Gessner)