Atlas zum Wiederaufbau

Neues Schloß Schleißheim Oberschleißheim // Residenzen, Schlösser und Burgen

Zerstörung: April 1945
Wiederaufbau: 1946-1968

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Baugeschichte

• 1701 - 1726: durch Enrico Zuccalli (1701 - 1704) und Joseph Effner (1719 - 1726) für Kurfürst Max Emmanuel erbaut
• langgestreckter Bau mit überhöhtem Mitteltrakt
• bedeutende Bauausstattung des 18. Jh.
• Ende 18. Jh.: dank der durch Kurfürst Max Emanuel begründeten Gemäldesammlung, großes und zunehmend öffentlich zugängliches Galerieschloss

Schäden

• schwere Schäden:
 - April 1945: durch Luftangriffe der Südflügel an zwei Stellen aufgerissen, dabei fast alle Deckenfresken von Jacopo Amigoni im Obergeschoss, das Deckenbild von Christian Wink im Speisesaal, die Wandmalereien Nikolaus Stubers und zwei Stuckdecken Johann Baptist Zimmermanns durch Abplatzungen zu einem Drittel beschädigt, die Frsken Cosmas Damian Asams in der Maximilianskapelle fast zur Hälfte zerstört

Wiederaufbau

• 1946: durch das Bauamt der Bayerischen Schlösserverwaltung Schließung der Mauerlücke in der Westwand des südlichen Pavillions in vereinfachender Weise
• seit 1950er Jahren: Restaurierung und Ergänzung der Fresken
• bis 1968: völlige Rekonstruktion
• 2001: Wiedereröffnung der Staatsgalerie Europäischer Barockmalerei der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in den fürstlichen Appartements und Sälen des Schlosses

Literatur

BESELER, Hartwig / GUTSCHOW, Niels: Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Verluste - Schäden - Wiederaufbau. Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, Band II: Süd, Neumünster 1988, S. 1464.

INTERNET:
http://www.schloesser-schleissheim.de/deutsch/neu_schl/bauges.htm (06.03.2009)