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Neu: "Hass, Hetze, Mord - ein historisches Escape Game"

Kostenloses Bavariatheksprogramm für Schulklassen

Was passiert, wenn Worte zur Waffe werden? Welche Gefahren gehen von Hate Speech und Desinformation aus? Wie kann unsere Demokratie diesen Bedrohungen entgegenwirken?

Im Rahmen des Programms „Hass, Hetze, Mord – ein historisches Escape Game“ schlüpft eine Schulklasse in die Rolle eines Investigativ-Teams. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Schülerinnen und Schüler auf einen historischen Mordfall. Ein berühmter Politiker der Weimarer Republik war massiven Drohungen und furchtbaren Fake News ausgesetzt. Als mutiger Kämpfer für Demokratie und Versöhnung wurde er zum Ziel politischer Feinde und Kaisertreuer: verhöhnt als „Erfüllungspolitiker“, verhasst als „Novemberverbrecher“, verurteilt durch die „Dolchstoßlegende“. An einem Sommertag im Jahr 1921 machten seine Gegner aus Worten schließlich Taten.

Während ihrer Recherchen tauchen die Jugendlichen in die Anfangsjahre der Weimarer Republik ein, sichten historische Zeitungsartikel, werten originale Polizeiakten aus und begutachten Beweismittel. Aber Vorsicht: Die Zeit läuft! Nach und nach entschlüsseln sie die verzwickten Knobel- und Kombinieraufgaben. Eine heiße Spur führt sie schließlich zu einer Verschwörung mitten in Bayern.

Nach der Enttarnung der Auftraggeber und der Ermittlung der Motive gelingt es den Schülerinnen und Schülern, Lehren aus der Geschichte zu ziehen und sich Hass, Hetze und demokratiegefährdenden Tendenzen der Gegenwart entgegenzustellen.

Das Escape Game hat eine Gesamtdauer von 150 Minuten inklusive einer kurzen Pause. Ob Mittelschule, Realschule, Gymnasium oder Fachoberschule: Das Programm kann individuell an jede Schulart und Jahrgangsstufe angepasst werden.

Das Spiel beinhaltet eine Schwerpunktführung durch unsere Dauerausstellung, in der alle notwendigen historischen Hintergründe erläutert werden. Auch wenn die Weimarer Republik im Unterricht daher noch nicht besprochen wurde, funktioniert das Escape Game einwandfrei und kann als Vorausblick auf kommende Unterrichtsthemen genutzt werden.

Das komplette Programm ist kostenlos und Schülerinnen sowie Schüler erhalten freien Eintritt in unsere Dauerausstellung. Bayerischen Schulklassen wird zudem ein Fahrtkostenzuschuss gewährt.

Sichern Sie sich und Ihrer Klasse einen der begehrten Plätze! Hier können Sie das Programm buchen. 

Abschlussveranstaltung der Schulprojekte 2022

Nach über zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie konnte am 19. Juli 2022 wieder eine Abschlussveranstaltung der Projektkooperationen in der Bavariathek in Regensburg stattfinden. Die Bavariathek würdigte die Arbeiten der 10a der Von-Drechsel-Realschule in Regenstauf sowie der Schülerinnen und Schüler des Martin-Behaim-Gymnasiusms Nürnberg. 

Letztere setzten sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kinder und Jugendlichen auseinander. Die Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von StD David Denninger interviewten die eigene Schulfamilie, um die Erinnerungen an diese schwierige und außergewöhnliche Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Klasse 10a der Von-Drechsel-Realschule in Regenstauf hingegen beschäftigte sich mit dem Namensgeber ihrer Schule, dem Widerstandskampfer Max Ulrich Graf von Drechsel († 4.9.1944), der am Widerstand vom 20. Juli beteiligt war. Entstanden ist ein Blog zu den verschiedenen Stationen seines Lebens sowie zwei Video-Interviews zum Widerstand vom 20. Juli und zur Person Max Ulrichs Graf von Drechsel.

Jüdisches Leben in Bayern

Anlässlich des Gedenkjahrs "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" wird derzeit das Internetportal Jüdisches Leben in Bayern zur Geschichte jüdischer Orte in Bayern aufgebaut. Das Projekt bündelt die schon vorhandenen Portale des Hauses der Bayerischen Geschichte zu den jüdischen Friedhöfen und zu den Denkmälern und Gedenktafeln für jüdische Soldaten des Ersten Weltkriegs. Darüber hinaus werden jetzt die ehemaligen und noch bestehenden jüdischen Gemeinden und Synagogen in Bayern in Text und Bild vorgestellt. Beispiele aus dem reichhaltigen Zeitzeugen-Projekt des HdBG und weitere Medienangebote ergänzen das Angebot.

 

Interaktive Online-Ausstellung zur Verfassung 1946

In der virtuellen Ausstellung zur Bayerischen Verfassung 1946 finden junge Besucherinnen und Besucher bereits auf den ersten Blick Wissenswertes rund um die Konstitution. Informative Videos zur Verfassungsgeschichte des Freistaats, interaktive Quizzes und die Abstimmung bei Landtagsdebatten ermöglichen zudem eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema. Die virtuelle Ausstellung eignet sich daher bestens für den Einsatz im Unterricht und empfiehlt sich ab Sekundarstufe 1.

Plakatserie Neuanfänge

Nach Flucht und Vertreibung mussten sich nahezu zwei Millionen deutschstämmige und deutschsprachige Heimatvertriebene gegen und mit Ende des Zweiten Weltkriegs in Bayern ein neues Leben aufbauen. Ihre Integration wurde zu einer der größten Herausforderungen der jüngeren bayerischen Geschichte. Zugleich leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung in Bayern.

Die insgesamt neun Plakate der Plakatserie vermitteln den Schülerinnen und Schülern einen Überblick zu Flucht, Vertreibung und Integration der Heimatvertriebenen. Anhand der Geschichte einzelner Firmen und Unternehmen, deren Gründerinnen und Gründer Heimatvertriebene waren, wird ihr Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung gewürdigt. Zuletzt kommen auch Heimatvertriebene selbst zu Wort. Mittels QR-Code sind Ausschnitte aus Zeitzeugen-Interviews abrufbar.

Die Plakatserie wird kostenlos an Schulen und Bildungseinrichtungen in Bayern abgegeben. Die Plakate können online bestellt werden.

Neuanfänge - Heimatvertriebene in Bayern

Die digitale Erzählung „Neuanfänge - Heimatvertriebene in Bayern“ bringt die Inhalte der gleichnamigen Sonderausstellung, die vom 15.9.2021 bis 15.4.2022 (Di.-Fr. 9-15 Uhr, Sa./So. 11-17 Uhr) in der Bavariathek zu besichtigen ist, ins Netz – angereichert um interaktives Kartenmaterial, Interviews mit Zeitzeugeninnen und Zeitzeugen und zahlreiche Fotos. Dieses ebenso innovative wie anschauliche Angebot setzen Lehrkräfte im Unterricht oder Schülerinnen und Schüler bei Recherchen zuhause ein.