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Prittwitz und Gaffron, Dr. Friedrich von

Geboren: Stuttgart, 01.09.1884
Gestorben: Tutzing, 01.09.1955
Beruf(e)/Ämter:Jurist
Botschafter
Wohnort(e):Tutzing
Konfession:evangelisch
Parteizugehörigkeit:Christlich-Soziale Union (CSU)
Dr. Friedrich  Prittwitz und Gaffron von

Fotografie

Mitgliedschaft im Bayer. Parlament:
  • Verfassunggebende Landesversammlung
  • Landtag: 1946
  • 1946-1954
Verfassunggebende Landesversammlung von 1946 (anzeigen)
Wahlkreis:
  • Unterfranken
Der Landtag 1946-1950 (1. Legislaturperiode) (anzeigen)
Wahlkreis:
  • Unterfranken
Ausschüsse:
  • Ausschuss für die Geschäftsordnung: ab 29.01.1947 Mitglied
  • Ausschuss für die Geschäftsordnung: ab 10.02.1950 stv.Vorsitzender
  • Ausschuss für die Wahlprüfung: ab 29.01.1947 Mitglied
  • Ausschuss für Fragen des Länderrats und für Fragen bizonaler und mehrzonaler Art: ab 20.02.1947 Mitglied
  • Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen: ab 06.10.1947 Mitglied
  • Sonderausschuss zum Abschluss der Entnazifizierung: ab 24.01.1950 Mitglied
  • Unterausschuss - Pressegesetz: ab 11.05.1949 Mitglied
  • Unterausschuss zur Förderung des Wiederaufbaues Würzburg-Nürnberg (Staatshaushalt): Mitglied
  • Untersuchungsausschuss zur Untersuchung der gegen die Abgeordneten Höllerer und Strasser erhobenen Vorwürfe: ab 29.05.1947 Mitglied
  • Zwischenausschuss: ab 29.01.1947 Mitglied
Der Landtag 1950-1954 (2. Legislaturperiode) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Würzburg-Stadt/Ufr
Ausschüsse:
  • Ausschuss für die Geschäftsordnung: Mitglied
  • Ausschuss für die Wahlprüfung: Mitglied
  • Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen: Mitglied
  • Ausschuss zur Information über Bundesangelegenheiten: stv.Vorsitzender
  • Unterausschuss zur Vorbereitung der neuen Geschäftsordnung (Geschäftsordnungsausschuss): Mitglied
  • Untersuchungsausschuss zur Prüfung der Vorgänge im Landesentschädigungsamt: ab 04.06.1952 Mitglied
  • Untersuchungsausschuss zur Prüfung von Kreditfällen: Mitglied
  • Zwischenausschuss: Vorsitzender
Weitere Funktionen:
  • Ältestenrat: Mitglied
  • 19.06.1951-1954 CSU: stv. Fraktionsvorsitzender

Biogramm:
  • Sohn eines schlesischen Offiziers
  • 1902-1906 Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Berlin
  • 1906 1. juristische Staatsprüfung
  • 1906-1908 Referendar in Köln
  • 1907 Promotion zum Dr. jur. in Leipzig
  • 1907 Eintritt in den preußischen Justizdienst
  • seit 1907 Leutnant der Reserve
  • 1907-1908 Besuch der Handelsschule in Frankfurt a. M.; zugleich Volontär bei der Dresdner Bank
  • 1908 Eintritt in den Dipolomatischen Dienst als Anwärter auf den Auswärtigen Dienst; Zuteilung an die Botschaft in Washington, D.C.
  • 1908-1910 Attaché in Washington, D.C.
  • 1910 Dienstantritt im Auswärtigen Amt
  • 1911 Diplomatisches Examen
  • 1911 Ernennung zum Legationssekretär
  • 1911-1914 Legationssekretär an der Deutschen Botschaft in St. Petersburg
  • 1914 Teilnahme im Ersten Weltkrieg (kurzer Frontdienst in Russland); Dezember 1914 Verwundung
  • Dezember 1914 nach Verwundung vom Heeresdienst zum Dienst im Auswärtigen Amt abkommandiert
  • seit Dezember 1914 politischer Berater im Großen Hauptquartier
  • seit Juli 1917 Vertreter des Auswärtigen Amts in der Reichskanzlei
  • 1918 Ernennung zum Legationsrat
  • 1918 als Vertreter des Auswärtigen Amts Adjutant des Deutschen Reichskanzlers Prinz Max von Baden
  • 1918 Mitbegründer der Zeitschrift "Die Deutsche Nation"
  • 1919 Übernahme der Leitung des Referats für Innere Politik im Auswärtigen Amt
  • seit 1919 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei /Staatspartei (DDP/StP) (linker Flügel)
  • 1920-1921 Deutscher Konsul in Triest
  • 1921-1927 Botschaftsrat an der Deutschen Botschaft in Rom
  • 1927-1933 Deutscher Botschafter in Washington, D.C.
  • März 1933 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten Einreichung des Rücktritts (als einziger ranghoher deutscher Diplomat); in den Ruhestand versetzt
  • 1933-1945 Tätigkeit als freier Wirtschaftsberater
  • Mitbegründer des Demokratischen Klubs
  • Ende 1945 Mitbegründer der CSU
  • seit 1946 Vorsitzender des Arbeitsausschusses der CSU für Fragen zwischenstaatlicher Beziehungen
  • Mitbegründer und Vizepräsident der Kulturliga in München
  • 30.06.1946-26.10.1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung und des Verfassungsausschusses (CSU)
  • 01.12.1946-28.11.1954 Abgeordneter des Bayerischen Landtags (CSU)
  • seit Februar 1947 Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft der CDU/CSU
  • seit 1948 deutscher Vertreter im Rat der Europäischen Interparlamentarischen Union
  • 1949-19.06.1951 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag (Rücktritt nach der Wahl des Prälaten Georg Meixner zum Fraktionsvorsitzenden)
  • 1949-1952 Mitglied des Landesvorstands der CSU
  • seit 1950 Mitglied der Internationalen Diplomatischen Akademie in Genf
  • seit 1950 Vorsitzender der Münchner Gesellschaft für Auslandskunde
GND: 116291222
Literatur/Quellen:
  • Balcar, Jaromír / Schlemmer, Thomas (Hg.): An der Spitze der CSU. Die Führungsgremien der Christlich-Sozialen Union 1946 bis 1955, München 2007 (= Darstellungen zur Zeitgeschichte. Hg. vom Institut für Zeitgeschichte, Bd. 68), S. 161 f.
  • Fait, Barbara / Mintzel, Alf (Hg.): Die CSU 1945-1948. Protokolle und Materialien zur Frühgeschichte der Christlich-Sozialen Union, München 1993, Bd. 3: Materialien, Biographien, Register, S. 1917.
  • Fait, Barbara: Demokratische Erneuerung unter dem Sternenbanner. Amerikanische Kontrolle und Verfassunggebung in Bayern 1946, Düsseldorf 1998.
  • Körner, Hans-Michael (Hg.): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Bd. 3, München 2005, S. 1534.
  • Wala, Michael: Friedrich Wilhelm von Prittwitz und Gaffron, in: Becker, Winfried u.a. (Hg.): Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland, Paderborn u.a. 2002, S. 345.

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