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Pfordten, Dr. Ludwig Karl Freiherr von der

Geboren: Ried im Innviertel, 11.09.1811
Gestorben: München, 18.08.1880
Beruf(e)/Ämter:Vorsitzender im Ministerrat
Jurist
Wohnort(e):München
Konfession:evangelisch
Dr. Ludwig Karl Freiherr von der Pfordten

1846, Lithografie, 57 x 45,5cm, , Künstler: G. Weinhold

Mitgliedschaft im Bayer. Parlament:
  • Kammer der Abgeordneten: 1849-1858
14. Landtag: 1849-1850 (8. Wahlperiode 1849-1855) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Wb.Haag/Obb
15. Landtag: 1851-1852 (8. Wahlperiode 1849-1855) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Wb.Haag/Obb
16. Landtag: 1853-1855 (8. Wahlperiode 1849-1855) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Wb.Haag/Obb
17. Landtag: 1855-1856 (9. Wahlperiode 1855-1858) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Wb.Nürnberg/Mfr
18. Landtag: 1858 (9. Wahlperiode 1855-1858) (anzeigen)
Stimmkreis:
  • Wb.Nürnberg/Mfr
Mandatsunabhängige Funktionen:
Kabinettszugehörigkeit:
  • 18.04.1849-22.12.1849 Staatsminister des Kgl. Hauses und des Äußern
  • 22.12.1849-01.05.1859 Staatsminister des Kgl. Hauses und des Äußern sowie Vorsitzender im Ministerrat
  • 18.04.1849-01.05.1859 Staatsminister des Handels und der öffentlichen Arbeiten
  • 04.12.1864-29.12.1866 Staatsminister des Kgl. Hauses und des Äußern sowie Vorsitzender im Ministerrat

Biogramm:
  • Gymnasium in Nürnberg
  • 1827-1830 Jurastudium in Erlangen, 1830-1832 in Heidelberg, 1832 Promotion zum Dr.jur. in Heidelberg
  • 1832 Referent in der bayerischen Ministerialkommission zur Beratung der materiellen Interessen des Landes
  • 1833 Privatdozent für römisches Recht an der Universität Würzburg
  • 1834 a.o. Professor für römisches Recht und bayerisches Zivilrecht
  • 1836 o.ö. Professor
  • 1839 Dekan der Juristischen Fakultät
  • 1841 Appellationsgerichtsrat in Aschaffenburg, gegen seinen Willen Versetzung wegen seiner freisinnigen Einstellung
  • 1843 o.ö. Professor für römisches Recht an der Universität Leipzig
  • 1845-1848 Rektor
  • Sächsischer Hofrat
  • 1847 Mitarbeiter der von Gervinus gegründeten "Deutschen Zeitung"
  • Einer der hervorragendsten Mitglieder der Liberalen Partei Sachsens
  • 1848 sächsischer Minister des Innern und provisorischer Minister des Äußern im liberalen Ministerium Braun, später noch Übernahme statt des Außenministeriums des Ministeriums für Kultus und Unterricht
  • 1849 Rücktritt mit den übrigen Ministern wegen des Konflikts mit der Zweiten Kammer
  • 1849-1859 Staatsminister des Königlichen Hauses und des Äußern in Bayern, 1849-1859 Vorsitzender im Ministerrat; er hatte als erster die neugeschaffene Stelle eines Vorsitzenden im Ministerrat inne
  • 1859-1864 bayerischer Gesandter am Bundestag in Frankfurt
  • 1864-1866 erneut Staatsminister des Königlichen Hauses und des Äußern, zugleich Vorsitzender im bayerischen Ministerrat
  • 1866 Unterzeichnung des Friedens- und geheimen Bündnisvertrags mit Preußen ("Schutz- und Trutzbündnis"), Verhandlungen mit Bismarck
  • Enge Freundschaft mit dem bayerischen Justitzminister E. v. Bomhard
GND: 118791737
Literatur/Quellen:
  • Bosl, Biographie, S. 587

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