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Weißauer, Dr. Ludwig

Geboren: Prien a.Chiemsee , 02.11.1900
Gestorben: München , 23.02.1973
Beruf(e)/Ämter: Jurist
Dipl.-Volkswirt
Rechtsanwalt
Wohnort(e): München
Konfession: keine Angabe
Gruppe: Gewerkschaften
Dr. Ludwig Weißauer
Dr. Ludwig Weißauer
Fotografie
© Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Mitgliedschaft im Bayer. Parlament:
  • Senat: 01.08.1957-31.12.1961
Der Bayerische Senat (1947-1999)
Ausschüsse:
  • Sonderausschuss Wassergesetz (Senat) Mitglied
  • Finanz- und Haushaltsausschuss (Senat) (15.10.1957) Mitglied 1957/1957
  • Rechts- und Verfassungsausschuss (Senat) (1958) Mitglied 1958/1961
  • Wahlprüfungsausschuss (Senat) (1960) Mitglied 1960/1961
  • Finanz- und Haushaltsausschuss (Senat) (30.11.1961) Mitglied 1961/1961
Mandatsunabhängige Funktionen:
Sonstige Funktionen:
  • Syndikus der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger im DGB

Biogramm:
  • Gymnasium in Freising, 1919 Abitur am Ludwigs-Gymnasium in München

  • Jura- und Volkswirtschaftsstudium an der Universität München

  • 1924 1. juristische Staatsprüfung

  • 1925 zum Dr. oec promoviert

  • 1926 2. juristische Staatsprüfung

  • 1927-1929 Mitarbeiter beim Internationalen Arbeitsamt in Genf (Unterorganisation des Völkerbunds), danach sozialpolitische Studien in England, Frankreich und Italien

  • ab 1929 Mitglied der NSDAP

  • 1930 Zulassung als Rechtsanwalt in München

  • 1930 Redaktionsmitglied und Verlagsleiter (Geschäftsführers der Angriffsverlags GmbH) der Gauzeitung der NSDAP in Berlin „Der Angriff“ (gegründet von Joseph Goebbels, seit 1926 Gauleiter der Berliner NSDAP)

  • 1931 Ausschluss aus der NSDAP

  • 1931 als Rechtsanwalt in Berlin tätig

  • vor 1939 als Rechtsberater und Auslandsagent der Nationalsozialisten, vermutlich des Sicherheitsdienstes (SD) tätig (geheime Missionen 1936-1939 wohl im Spanien der Franco-Zeit, danach wohl auch in Abessinien, Brasilien und China)

  • ab 1939 als Auslandsagent des von Heinrich Himmler gegründeten Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) tätig (geheime Missionen nach Kriegsbeginn in Finnland, Schweden und England)

  • ab 1940 zivile Beschäftigung als Beamter im Reichsluftfahrtministerium, zugeordnet dem Luftgaukommando Hamburg

  • 1941 Ernennung zum Regierungsrat a. Kr. (auf Kriegsdauer) und Versetzung zum Luftgaukommando Rostow 

  • 1942 Abordnung ins Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (Abstimmung der wirtschaftlichen Maßnahmen der Heeresgruppe Nord, mit Sitz in Lettland, mit denen der Heeresgruppe Süd)

  • 1944 Ernennung zum Oberfeldintendanten (Oberregierungsrat)

  • 15.04.1945 kurz in US-Kriegsgefangenschaft, verm. in Marienbad (dort Dienststelle  „Inspizienten für das ausländisches Personal Ost“)

  • nach 1945 Rückkehr nach München und Tätigkeit als Rechtsanwalt 

  • nach 1945 als Rechtsanwalt Kontakte zum und Mitarbeit beim DGB

  • ab 1950 Syndikus Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger in der Gewerkschaft Kunst im DGB-Landesbezirk Bayern

  • 01.08.1957-31.12.1961 Mitglied des Bayerischen Senats als Mitglied des DGB

  • Diss.: Lohnbewegung in bayerischer Landwirtschaft im Laufe eines halben Jahrhundert 1870-1924 (mit einem Rückblick auf die Lohnverhältnisse früherer Zeiten), (maschinenschriftlich); Verbot der Lohnarbeit verheirateter Frauen. Eine Studie über Lohnarbeiterin und Mutter der Familie, München 1929; Wege zur Diktatur. Die kommende Front der Soldaten, Berlin 1931; Schicksal des deutschen Nationalismus, Berlin 1932 (Zitat im Vorwort: „Der Verfasser ist Nationalsozialist“); Soldatengeist, Berlin 1941; Das Ende des Sklavenstaates. Die Gewerkschaften der Zukunft, München 1953; Die Zukunft der Gewerkschaften, Pfullingen 1970

GND: 119367416
Literatur/Quellen:

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