Andrea Ellendt
Deutsch-mexikanische völkische Propagandarednerin
Eine der geheimnisvollsten Figuren aus der Frühzeit des Nationalsozialismus ist Andrea Ellendt. Ihre Biografie beruht größtenteils auf Gerüchten und Mutmaßungen.
Als Ellendt 1920 nach München kommt, wird sie rasch zu einem Sprachrohr der noch jungen NS-Bewegung. Im November spricht sie beispielsweise auf derselben Veranstaltung wie Adolf Hitler. Ab Sommer 1922 ist sie als Propagandarednerin in Franken aktiv. Bei ihren Auftritten wird sie von bewaffneten Sturmtrupps begleitet, die brutal gegen politische Gegner und Juden vorgehen.
Noch vor dem Hitler-Putsch 1923 verschwindet Andrea Ellendt genauso schnell wieder von der politischen Bühne, wie sie dort aufgetaucht ist.
Biogramm
| 1918 | Nach dem Tod ihres Ehemanns vermögende und unabhängige Witwe |
| 1920 | Umzug nach München; Beginn der propagandistischen Tätigkeit für die NSDAP Im November Auftritt bei derselben Veranstaltung wie Adolf Hitler |
| 1922 | Ab Sommer Verlagerung der Propagandatätigkeit nach Franken; angeblicher Umzug nach Kitzingen Im Oktober bei einer Veranstaltung abfällige Äußerungen über den ermordeten Reichsaußenminister Walther Rathenau |
| 1923 | Redeauftritt am 9. September bei der Abschlussveranstaltung der „Vaterländischen Tagung“ in Kitzingen Aufgrund der despektierlichen Äußerungen vom Oktober 1922 Prozess gegen Ellendt wegen Verstoßes gegen das Republikschutzgesetz vor der Strafkammer des Landgerichts Würzburg; im März freigesprochen |