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Erich Ludendorf 

Weltkriegsgeneral, Republikgegner und früher Hitler-Unterstützer

Völkisch-nationalistische Kreise verehren Erich Ludendorff als Weltkriegshelden. Als Mitglied der Obersten Heeresleitung bestimmt er maßgeblich die Kriegsführung und Politik des Kaiserreichs. Die junge Weimarer Republik bekämpft der völkische Nationalist von Anfang an radikal.

Als einer der Urheber der Dolchstoßlegende versucht er, die Schuld der Militärs am verlorenen Weltkrieg den Vertretern der Republik anzuhängen. 

1920 setzt er sich nach Bayern ab, um der Strafverfolgung wegen seiner Beteiligung am antirepublikanischen Kapp-Putsch zu entgehen.

Im Herbst 1923 vereint er die völkisch-radikalen paramilitärischen Verbände zum Deutschen Kampfbund und lässt sich von Adolf Hitler für dessen Putschpläne gewinnen.

Biogramm

1914     Von der Kriegspropaganda als „Held der Schlacht bei Tannenberg“ gefeiert
1916Erster Generalquartiermeister in der Obersten Heeresleitung
1920Nach dem gescheiterten Kapp-Putsch Rückzug nach Bayern
1923Maßgeblicher Initiator der Gründung des Deutschen Kampfbundes Anfang September und Schulterschluss mit Adolf Hitler beim Deutschen Tag in Nürnberg

Am 8./9. November Putschversuch gemeinsam mit Adolf Hitler, anschließend Verhaftung
1924Rechtswidriger Freispruch im Hochverratsprozess zum Hitler-Putsch
1925Erfolglose Kandidatur bei der Reichspräsidentenwahl

Schirmherr des im September gegründeten Tannenbergbundes als Sammelbecken für rechte Wehrverbände und völkische Gruppierungen
1927/1928Endgültiger Bruch mit Hitler und der NSDAP
1930Gründung des religiös-völkischen Vereins „Deutschvolk“ (1933 vom NS-Regime verboten)