Johannes Hoffmann
Bayerischer Ministerpräsident 1919–1920
Nach der Ermordung Kurt Eisners wählt der Bayerische Landtag im März 1919 Johannes Hoffmann zum Ministerpräsidenten.
Im April 1919 flüchtet seine Minderheitsregierung vor den Anhängern der Münchner Räterepublik nach Bamberg. Zu deren Niederschlagung fordert der anfangs noch zögernde Hoffmann auswärtige Truppen der Reichswehr an und ruft im April 1919 zur Gründung von Freikorps auf.
Im Mai 1919 bildet er unter Beteiligung der Bayerischen Volkspartei (BVP) eine Koalition mit breiter Mehrheit im Landtag. In seiner Amtszeit wird Bayerns erste demokratische Verfassung verabschiedet.
Während des Kapp-Putsches 1920 verliert Hoffmann im Konflikt mit Einwohnerwehren, Reichswehr und der Münchner Polizeiführung den Rückhalt seines Kabinetts und tritt zurück.
Biogramm
| 1887–1908 | Volksschullehrer im bayerischen Regierungsbezirk Pfalz |
| 1899–1904 | Mitglied des Stadtrats von Kaiserslautern für die linksliberale Deutsche Volkspartei |
| 1907 | Eintritt in die SPD |
| 1908–1918 | Abgeordneter im Bayerischen Landtag |
| 1910–1918 | Erster Adjunkt (Beigeordneter) des Bürgermeisters von Kaiserslautern |
| 1912–1930 | Abgeordneter im Reichstag |
| 1918–1919 | Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus |
| 1919–1920 | Bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister des Äußeren |
| 1920–1923 | Volksschullehrer in Kaiserslautern |
| 1923 | Engagement für den pfälzischen Separatismus |