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Ellen Ammann

Katholische Frauenrechtlerin, Landtagsabgeordnete und Hitler-Gegnerin

Ellen Ammann ist Vorkämpferin der katholischen Frauenbewegung und Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit.

Die sechsfache Mutter kandidiert 1919 für die Bayerische Volkspartei erfolgreich bei den Landtagswahlen. Sie ist eine der ersten weiblichen Abgeordneten und bleibt bis zu ihrem Tod 1932 Mitglied des Landtags.

Den Nationalsozialismus lehnt sie von Anfang an ab. Im Frühjahr 1923 setzt sich Ammann gemeinsam mit Anita Augspurg erfolglos für die Ausweisung Hitlers ein. In der Putschnacht unterstützt sie den stellvertretenden Ministerpräsidenten Franz Matt und andere Minister bei der Niederschlagung des Umsturzversuchs. Hierfür stellt sie die Räume der von ihr gegründeten „Socialen und caritativen Frauenschule“ zur Verfügung.

Biogramm

1889Studium der medizinischen Heilgymnastik (heute: Physiotherapie)
1897Gründung der ersten katholischen Bahnhofsmission Deutschlands in München
1904Als Vorkämpferin der katholischen Frauenbewegung Mitbegründerin des Katholischen Deutschen Frauenbundes, 1911 Gründerin des Bayerischen Landesverbandes des KDFB
Ab 1909Aufbau der „Socialen und caritativen Frauenschule“ in München
19141918Mitarbeit in der Kriegsfürsorge
19191933 Abgeordnete der Bayerischen Volkspartei im Bayerischen Landtag
1923 Gemeinsam mit Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann erfolgloser Antrag beim bayerischen Innenminister Franz Xaver Schweyer auf Ausweisung Adolf Hitlers

Unterstützung des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Kultusministers Franz Matt und weiterer Minister und Abgeordneten bei der Niederschlagung des Hitler-Putsches im November 
1932Verstorben an den Folgen eines Schlaganfalls nach einer Rede im Bayerischen Landtag