Lion Feuchtwanger
Schriftsteller
Lion Feuchtwanger entstammt dem jüdischen Großbürgertum.
Mit den Romanen Die hässliche Herzogin (1923) und Jud Süß (1925) gelingt ihm der internationale literarische Durchbruch. In seinem Roman Erfolg beschreibt er die bayerische Politik und Mentalität der 1920er Jahre sowie den Aufstieg der Nationalsozialisten in seiner Heimatstadt München. Sein Werk verfasst er in Berlin, wohin er 1925 wie viele andere Intellektuelle aus Bayern zieht.
1933 verbrennen die Nationalsozialisten seine Bücher und entziehen ihm die deutsche Staatsbürgerschaft. Feuchtwanger emigriert nach Frankreich und flieht 1940 in die USA. Seine dort verfassten Werke machen ihn zu einem bedeutenden Schriftsteller der Exilliteratur.
Biogramm
| Ab 1903 | Studium der Deutschen Philologie, Geschichte und Philosophie in München und Berlin |
| Ab 1914 | Frühe Ablehnung des Ersten Weltkriegs |
| 1923 | Im Januar Störung der Uraufführung von Feuchtwangers Der holländische Kaufmann im Münchner Residenztheater durch Nationalsozialisten |
| 1925 | Umzug von München nach Berlin |
| 1930 | Veröffentlichung des Romans Erfolg. Drei Jahre Geschichte einer Provinz |
| 1933 | Verfolgung durch das NS-Regime, Ausbürgerung, Beginn des Exils in Frankreich |
| 1933/1939 | Veröffentlichung der Romane Die Geschwister Oppenheim (1933) und Exil (1939); sie bilden zusammen mit dem Roman Erfolg die „Wartesaal-Trilogie“ |
| 1940 | Flucht in die USA |
| 1947–1956 | Als linksliberaler Intellektueller in der McCarthy-Ära in den USA unter Beobachtung |